Zuallererst sollten die Jugendlichen wissen, dass die Ausbildungszeit für diesen Beruf drei Jahre beträgt. Damit ist der gleichzeitige Besuch der Berufsschule wie die Mitarbeit in einem ausgewählten Betrieb verbunden.
Außerdem ist es wichtig, bevor man sich für einen der Ausbildungsplätze als Friseurin bewirbt, sich mit dem Berufsbild auseinanderzusetzen: Zum einen spielt die Kundenberatung eine große Rolle: Tipps zur Haargestaltung und -pflege stehen dabei im Vordergrund. Je nach Wunsch können die Haare auch mit chemischen oder natürlichen Präparaten gefärbt werden oder auch zu Dauerwellen gedreht bzw. geglättet werden. Auch muss eine Friseurin kosmetische Behandlungen durchführen und Make-up auftragen können. In vielen Friseursalons werden auch Nageldesign und Maniküre angeboten. Beim eigentlichen Schneiden verwenden Friseure spezielle Scheren und Rasierapparate für die Nackenhaare, mit denen sich Auszubildende vertraut machen müssen. Auch das Waschen, Schamponieren, Kämmen und Fönen muss sicher beherrscht werden.
Wem diese Ausbildung zu lange dauert, kann auch versuchen, einen der Ausbildungsplätze als Friseurin in einem sogenannten gewerblichen Berufskolleg zu ergattern. Der Vorteil dabei ist, dass die Teilnehmerinnen die Ausbildungsdauer durch eigenes Engagement verkürzen können. Normalerweise beträgt hier die Ausbildungszeit 18 Monate. Bei dieser Art der Ausbildung finden – neben der Vermittlung der herkömmlichen Kompetenzen wie Schnitt und Farbe – auch Schulungen in Rhetorik und Verkaufs- und Beratungstechniken statt. Zusätzlich ist ein spezieller Lehrsalon zum Üben eingerichtet, sodass eine sehr enge Verzahnung von Theorie und Praxis möglich ist. Der Praxisanteil liegt bei dieser Methode bei 50%.
Zielgruppe dieser Berufskollegs sind vor allem Jugendliche mit Abitur oder mittlerer Reife. Auch Umschüler und Wiedereinsteiger ohne Abschluss und Erwachsene mit abgeschlossener Berufsausbildung können sich für einen Platz bewerben. Der Abschluss bei dieser Art von Ausbildung ist der sogenannte EU-Lehrabschluss, der dem deutschen Gesellenbrief gleichwertig ist. Allerdings muss man bei der Prüfung mindestens 18 Jahre alt sein.
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